von Johanna Schirmer | 29. Nov. 2018

5 Fragen an unseren Bereichsleiter IT-Infrastruktur

Seit August 2018 leitet Ivo Gonzenbach unseren Bereich IT-Infrastruktur. Grund genug unseren neuen Bereichsleiter näher vorzustellen. Ivo hat an der HSG Betriebswirtschaft studiert und bringt bereits langjährige Erfahrung als Führungskraft bei Schweizer Informatikdienstleistern mit. Dadurch kennt er das IT-Infrastruktur und Cloud Geschäft in der Schweiz und bringt das Rüstzeug für diesen Job mit.

Wie hast Du Dich bei Alpha eingelebt?

Sehr gut. Da ich das IT-Umfeld, die Bedürfnisse der Schweizer KMU-Kundschaft sowie auch das Partnerumfeld der IT-Dienstleister bereits kenne, ist mir der Einstieg bei der Alpha leicht gefallen. Geholfen hat mir vor allem die offene Kultur und die Akzeptanz meines Teams. Ich freue mich, dass mich ein junges, leistungsbereites und motiviertes Team empfangen hat. Das hat mir meinen Start enorm erleichtert. Es ist nicht selbstverständlich, dass der Zusammenhalt in einem Team so gross ist und ich bin überzeugt, hier sind wir sehr gut aufgestellt, damit ich die Umsetzung unserer Strategie im Bereich IT-Infrastruktur weiter vorantreiben kann.

IGO
Was sind deine Ziele mit dem Bereich IT-Infrastruktur von Alpha? Was ist Dir persönlich wichtig?

Der Anspruch an eine sorglose IT, an die Kompetenz des IT-Dienstleisters und die Reaktionszeiten sind in den letzten Jahren gestiegen. Damit uns dies gelingt, müssen wir die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen, gleichzeitig die technologische Machbarkeit kennen und in der Lage sein dies in eine KMU-taugliche Lösung inkl. Angebot zu transferieren. Unter KMU-tauglich verstehe ich, eine kosteneffiziente Lösung und ein messbarer Nutzen und zwar so, dass die Lösung bei Bedarf flexibel skaliert werden kann.

Wie entwickelt sich die IT-Infrastruktur in Unternehmen?

Aus diversen Kundengesprächen nehme ich mit, dass sich Unternehmen vom Kauf einer Infrastruktur immer mehr distanzieren und die Leistungen als IT Service (Managed Service) beziehen. Das Bewusstsein der Kunden hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Der Kunde will mit uns immer weniger über technische Kenngrössen sprechen, dafür umso mehr über Prozesse, die Inhalte unserer Services und die Verfügbarkeiten und Servicelevels (SLA). Wichtig ist heute Sicherheit, ein sorgloses System und vor allem eine technische Basis, die den Anforderungen an eine moderne IT Infrastruktur erfüllt.
Damit wir dieser veränderten Nachfrage entsprechen können, bieten wir die verschiedensten Infrastruktur Serviceangebote und Lösungen – zugeschnitten auf die Bedürfnisse der KMU-Betriebe. Das hilft dem Kunden, denn er bekommt eine bedarfsgerechte Infrastrukturumgebung inkl. Services und kann sich damit voll und ganz auf seine Kernprozesse konzentrieren.

Wo generiert die IT-Infrastruktur einen Nutzen?

Früher war die IT-Infrastruktur vor allem aus Führungssicht eine reine Kostenstelle. Die IT-Systeme wurden benötigt, damit die Applikationen laufen. Heute ist die IT-Infrastruktur für ein KMU weit mehr. Sie ist zu einem strategischen Erfolgsfaktor geworden. Sie ist die Basis für modernste unternehmensübergreifende Kommunikation, Zusammenarbeit und kann neuer Geschäftsmodelle unterstützen. 

Neben vielen technologischen Aspekten dürfen wir den Menschen nicht vergessen. Ich bin der Ansicht, dass die menschlichen Aspekte auf dem Weg in die Digitalisierung immer relevanter werden. Für mich ist es wichtig, dass wir uns als IT-Dienstleister auch über diese differenzieren und wir unsere Versprechen einhalten. Bei der Kundenbetreuung hat für mich die Kundennähe einen hohen Stellenwert und darum ist es mir ein grosses Anliegen, dass wir jedem Kunden eine persönliche Ansprechperson zuteilen. Für mich ist Zuverlässigkeit, Kompetenz und Verbindlichkeit unseren Kunden gegenüber entscheidend.

Trends für 2019 aus Deiner Sicht?

Das Thema Cloud war in den letzten Jahren immer wieder unter den Toptrends im IT-Bereich. Aus meiner Sicht ist die Cloud auch im Jahr 2019 ein Trendthema. Wir merken jetzt mehr denn je, dass die Cloud-Themen bei den KMU in der Schweiz nun wirklich angekommen sind. KMU stellen sich nicht mehr die Frage «Sollen wir in die Cloud auslagern?», sondern mehr «Was?» und «Wieviel vom Cloud Angebot sollen wir nutzen?». Für KMU sehe ich grosse Chancen im Bereich der Cloud-Produkte, da viele intern wartungsintensive Tätigkeiten als Services bezogen werden können und damit ein Unternehmen ressourcen- wie auch investitionsmässig entlastet wird.

Für viele war in der Vergangenheit der Datenstandort die grösste Hürde für einen Entscheid in die Cloud zu wechseln. Viele Anbieter haben auf dieses Bedürfnis reagiert und bieten vermehrt den Datenstandort Schweiz an, wie wir das als Alpha mit unserem georedundanten Datencenter seit Jahren auch können. Aber gerade auch in diesem Bereich sehen wir mit der Investition von Microsoft in ein Azure Datacenter in der Schweiz grosse Chancen für Schweizer KMU.

Ein weiterer wichtiger Trend ist für mich das Thema «Sicherheit» für KMU. Aufgrund von verschiedenen Bedrohungen wie Cyberkriminalität, Naturkatastrophen aber auch der Mitarbeiter selber, gewinnt dieses Thema stärker an Bedeutung. Das zeigen mir auch die Gespräche mit unseren Kunden; inzwischen sind die Sicherheitsthemen für alle Unternehmensgrössen relevant.

Einen weiteren Schwerpunkt sehe ich in der Zusammenarbeit: Dieses Thema wird in der Schweiz - in einem Land von Kleinstunternehmen - immer wichtiger. Gefragt ist Effizienz, moderne Hilfsmittel und unternehmensübergreifende Kommunikation und Datenablage. Hier merken wir, dass die verwendete Technologie in KMU den Bedürfnissen der Mitarbeitenden hinterherhinkt. Nicht die Technologie hinkt nach, die wäre da, aber es dauert bis diese Themen auf die Agenda kommen. Ich bin überzeugt, dass KMU in naher Zukunft dieses Thema mit hoher Priorität angehen werden und so einen grossen Nutzen aus modernen Tools wie beispielsweise Microsoft Teams und Office 365 erzielen.

Johanna Schirmer
Johanna Schirmer
Marketing & Kommunikation