von Seraina Nägele | 31. März 2020

Unsere Mitarbeitenden geben Ihnen einen persönlichen Einblick in den Homeoffice-Alltag

Weltweit haben Arbeitnehmer/innen vom Grossraumbüro ins Homeoffice gewechselt, um sich und andere vor der Coronavirus-Pandemie zu schützen. Auch wir folgen dem Rat der Gesundheitsexperten und arbeiten aus diesem Grund grossteils seit einigen Wochen von zu Hause aus. Doch wie gut funktioniert die Zusammenarbeit bei uns? Wie arbeitet es sich dauerhaft von zu Hause? Lesen Sie hier, wie wir als Alpha Solutions AG die Homeoffice-Tage meistern.

Wir stellen vor: Christian Frei - ERP Consultant

Homeoffice – eigentlich eine coole Sache
Als Vater von zwei kleinen Kindern (5 Monate & 2.5 Jahre) stand ich dieser Arbeitsform bisher eher skeptisch gegenüber. Ein sehr aufgeweckter laufender Meter und ein laut schreiendes (situativ natürlich) Windelpaket entstammen nicht einem Leitfaden eines idealen Arbeitsumfelds. Dank Corona erhielt ich nun also, nicht ganz freiwillig, die Chance meine Meinung zu revidieren. Die zwei vergangenen Wochen waren auf unterschiedlichen Ebenen anders, spannend und abwechslungsreich. Und als Fazit kann ich sagen: es funktioniert doch!

Entgegen meinen Erwartungen konnte ich mich in unserem Büro sehr gut von meinen drei Co-Daheimgebliebenen isolieren — Quarantäne in der Quarantäne sozusagen. Dank idealem Setup mit zwei Bildschirmen, VPN-Verbindung mit Zwei-Faktor-Authentisierung in das Alpha-Netzwerk und kabellosem Headset, unterscheidet sich mein Heimbüro faktisch nicht von meinem üblichen Arbeitsplatz. Der auffälligste Unterschied soweit: das Büro teile ich anstatt mit meinen Kollegen, neu mit den übrig gebliebenen Zügelkartons des kürzlich vollzogenen Umzugs. Ein Wehrmutstropfen auf Seiten Infrastruktur machte sich durch eine unsympathische Verspannung im Rücken kurz vor Feierabend bemerkbar. Der Holzstuhl, welcher mir als Sitzgelegenheit dient, scheint nicht für ganze Arbeitstage gemacht zu sein, wenn man gerade die 35 Lenzen erreicht hat. Dem Problem bin ich jedoch dank einer Onlinebestellung eines Bürostuhls auf der Spur. In der Zwischenzeit bis zur Lieferung, schafft der Gymnastikball meiner Frau Abhilfe.

Ansonsten war mein erster Homeoffice-Arbeitstag effizient und strukturiert wie ein Tag im richtigen Büro. Der digitale Austausch mit Kunden und Kollegen/Kolleginnen funktionierte sehr gut und so schickte ich den Computer am Abend zufrieden in den wohlverdienten Schönheitsschlaf. Auch die restlichen Tage konnte ich erfolgreich und positiv gestalten, sodass ich mir gut vorstellen kann, einen Tag pro Woche von daheim aus zu arbeiten, wenn die Krise vorbei ist.

Christian Frei
ERP Consultant
„Mein Tipp: Ich verabschiede mich am Morgen wie an einem normalen Arbeitstag von der Familie und schliesse die Tür zum Büro. Dies hilft den Kleinen zu verstehen, dass ich die nächsten Stunden nicht verfügbar bin, auch wenn ich gleich im Zimmer nebendran sitze.“
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Was hat sich verändert?
Rein arbeitstechnisch hat sich eigentlich nichts spürbar geändert. Da ich in der Alpha in vielen Situationen von einem schnellen und unkomplizierten Austausch mit Thomas und Steffi (Bürogspändlis) und auch den anderen Mitarbeitenden profitiere, fehlt mir das in dieser speziellen Situation aber doch sehr. Dies muss ich aktuell bewusst und mit Chat sowie Videotelefonie anstossen. Der Austausch fehlt nicht nur auf der fachlichen Ebene, sondern auch besonders auf der sozialen. Zum Glück fehlt dieser Austausch nicht nur mir, sondern auch fast jedem anderen Mitarbeitenden. So geniesse ich die Kaffeepause regelmässig in einem Gruppen-Videochat, bei dem der Pausenraum auf digitaler Ebene kompensiert wird.

Was ist an einem Homeoffice-Tag positiv?
Im Vergleich zu einem «normalen» Arbeitstag gibt es natürlich einige positive Aspekte. Das fängt bereits am Morgen an. Da der Arbeitsweg wegfällt, habe ich am Morgen mehr Zeit mit der Familie und bin nach Feierabend eine Tür von der Duplo-Kiste entfernt. Das gemeinsame Mittagessen, während der Kaffeepause ein kurzes Spielen mit den Kindern oder ein helfender Handgriff im Haushalt, das tut unserem Familienleben sehr gut. Auf der arbeitstechnischen Seite bietet das abgeschlossene Zimmer bei Tätigkeiten den Vorteil, dass mich für längere Zeit ungestört auf ein Themen konzentrieren kann. Längere Ruhephasen sind in einem 3er-Büro eher selten.

Wir stellen vor: Sandro Kid – Software Engineer

Was hat sich verändert?
Am Arbeitsalltag selbst hat sich ehrlich gesagt nicht sehr viel verändert. Die Kommunikation über Teams ist zuerst ein wenig gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber super. Ansonsten ist mehr oder weniger alles wie gehabt.


Was ist an einem Homeoffice-Tag positiv?
Bei einem sehr langatmigen Arbeitsweg von 1.5h von Weesen nach St. Gallen ermöglicht mir das Homeoffice dementsprechend viel mehr Freizeit. Dies bedeutet zuerst einmal mehr Ruhezeit bzw. Schlaf und zweitens Zeit für Fitness und andere Hobbies. Die Ersparnis der Reisezeit ermöglicht ein erhöhtes Mass an Zufriedenheit und Komfort. Meiner Erfahrung nach sind für mich Homeoffice-Tage um einiges produktiver als Tage im Büro, weil man tendenziell weniger von seinen Kollegen unterbrochen wird. Homeoffice-Tage sind in der Regel günstiger als Tage im Büro, vor allem wenn man kein «Meal-Prepper» ist.

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Sandro Kid
Software Engineer
„Mein Tipp: Überzeiten nur dann machen, wenn unbedingt notwendig. Es ist sehr verlockend nochmals an den PC zu sitzen, wenn einem nach Feierabend noch eine zündende Idee in den Sinn kommt. “
Wir stellen vor: Larissa Bommer - Support Consultant, ERP

Was hat sich verändert?
Ich vermisse mein Team und allgemein die tollen Mitarbeitenden. Arbeiten ohne Sitznachbaren empfinde ich als grösste Veränderung. Herausfordernd finde ich ebenfalls, die Koordination im Support. Wenn alle beieinandersitzen, sieht man sofort, wenn der First Level Berater besetzt ist und kann für ihn das Telefon beantworten. Im Homeoffice ist das nicht sofort ersichtlich. Wir haben uns aber erstaunlich gut eingearbeitet und untereinander abgestimmt.

Was ist an einem Homeoffice-Tag positiv?
Morgens kann ich länger schlafen und abends früher mit Kochen oder im Haushalt loslegen. Ich arbeite konzentrierter und mit weniger Ablenkung. Finanziell ist Homeoffice auch toll. Ich spare mir die Kosten fürs Benzin und für den Zmittag auswärts. Da ich das Auto nicht mehr benutze, schade ich der Umwelt weniger, was ich auch gut finde. Am meisten freut sich aber der Hund übers Homeoffice. Mein Fazit nach dieser Erfahrung ist, dass 1-2 Homeoffice Tage pro Woche eine tolle Sache sind.

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Larissa Bommer
ERP Support Consultant
„Mein Tipp: Den normalen Alltagsablauf unbedingt beibehalten und zwischendurch eine Pause mit den Arbeitskollegen / Arbeitskolleginnen über Videoanruf machen. Toll, dass wir Microsoft Teams im Einsatz haben.“
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Wir stellen vor: Mike Riedweg - IT System Engineer

Was hat sich verändert?
Glücklicherweise setzen wir bei der Alpha Solutions bereits seit längerem auf Cloud Dienste und Arbeitsmittel, die das Arbeiten von unterwegs ermöglichen. Dadurch war für mich keine grosse Umstellung nötig um auch von zu Hause aus mit den gewohnten Arbeitsmitteln komfortabel zu arbeiten. Die grössere Herausforderung scheint mir den Fokus dabei ständig auf die Arbeit zu legen und sich nicht vom Haushalt, Hobby oder sonstigen Dingen ablenken zu lassen. Eine weitere Herausforderung ist für mich der fehlende persönliche Kontakt mit meinen Arbeitskollegen. Toll, dass wir über Microsoft Teams auch mal ein lustiges GIF zusenden oder ein Gespräch per Videotelefonie führen können, was das Ganze etwas leichter macht.

Was ist an einem Homeoffice Tag positiv?
Je mehr Ruhe ich für eine anspruchsvolle Arbeit habe, desto besser kann ich mich darauf fokussieren. Im Homeoffice sind genau diese Bedingungen gegeben und ermöglichen mir meist ein effizienteres Arbeiten als im Büro. Die Zeit, welche mir durch den wegfallenden Arbeitsweg zugutekommt, kann ich am Mittag zum Kochen nutzen.

Mike Riedweg
IT System Engineer
„Mein Tipp: Die Arbeitszeiten mit den normalen Kaffee- und Mittagspausen einhalten. Diese Gewohnheiten helfen, die Strukturen, zu behalten und helfen, dass man sich besser auf die Arbeit konzentrieren kann.“
Ein grosses Dankeschön!

Herzlichen Dank, an euch vier, für eure persönlichen Einblicke in den Homeoffice-Alltag und gleichzeitig ein riesiges Kompliment an alle Mitarbeitenden von Alpha Solutions AG, für den grossartigen Einsatz. Weiter so! Denn auch in herausfordernden Zeiten sind wir ein tolles Team.

Seraina  Nägele
Seraina Nägele
Marketing & Kommunikation